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Employer Branding: 5 Tipps für Startups

Die berüchtigte Generation Y; noch nie waren die Ansprüche junger Menschen an das Erwerbsleben so hoch, wie bei den heutigen Jahrgängen 1980 bis 1995. Sie fordern flexible Arbeitszeiten, innovative Arbeitsformen, Benefits und weitreichende Freiräume. Zudem folgen sie strikten Idealen: Sie möchten einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen, dabei geleitet und motiviert, sowie gefördert und gefordert werden, und gleichzeitig auch noch Spaß an der Arbeit haben. Sie wollen Karriere machen, aber nur zu ihren Bedingungen und ganz sicher nicht mehr um jeden Preis.

Für Startups ist diese hohen  Erwartungen zu erfüllen eigentlich ein leichtes Spiel, da sie in der Regel diejenigen sind, die diese traumhafte Work-Life-Balance bereits in ihre Unternehmenskultur etabliert haben. Dennoch bedarf es auch für Startups eines ausgeklügelten strategischen Vorgehens, um die Aufmerksamkeit talentierter Bewerber auf sich zu ziehen und so qualifiziertes Personal einstellen zu können. Doch wie schafft man dies? Die Lösung lautet Employer Branding!

Employer Branding Strategien
Employer Branding ist die gängige Bezeichnung für den Aufbau und die Pflege eines Unternehmens als Arbeitgebermarke. Diese Unternehmensstrategie führt nicht nur dazu, dass die Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber steigt, sondern verbessert auch dessen Qualität und Stellenwert auf dem Markt – was wiederum einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil bei Recruiting und Mitarbeiterbindung darstellt. Frisch gegründete Startups stehen jedoch im Vergleich zu bereits etablierten Unternehmen vor der Herausforderung, überhaupt erst als potenzieller Arbeitgeber von den Bewerbern wahrgenommen zu werden. Die Frage ist also, wie Startups konkret beim Employer Branding vorgehen können. Wir haben 5 Tipps für Sie zusammengestellt, um Ihnen den Aufbau ihres Unternehmens als Arbeitgebermarke zu erleichtern.

1. Definieren Sie Ihr klares Unternehmensprofil

Wenn Sie genau wissen, wofür Ihr Unternehmen steht, können Sie gezielter beim Branding und Recruiting vorgehen. Aus diesem Grund sollten Sie sich folgende Fragen stellen: Was ist Ihre Unternehmenskultur? Welche Werte vertreten und Visionen verfolgen Sie? Und welche grundsätzlichen Vorteile bietet  ein Startup als Arbeitgeber? Bei der Beantwortung müssen Sie vor allem ehrlich zu sich selbst und auch zu Ihren Bewerbern sein, damit es am Ende nicht noch zu bösen Überraschungen kommt.

2. Identifizieren Sie Ihre Bewerberzielgruppe inklusive Ihrer Konkurrenz

Um die ersten Rekruten im neuen Unternehmen zu finden, müssen Sie sich als Startups erst einmal gut überlegen, wen Sie überhaupt suchen. Welche Qualifikationen sollen Ihre Nachwuchstalente mitbringen? Und welche Softskills wünschen Sie sich für den Teamfit? Insbesondere in Hinblick auf die Ansprüche der Generation Y sollte zudem die Frage geklärt werden, welche Bedürfnisse potenzielle Mitarbeiter an Sie haben könnten und ob Sie diese auch erfüllen können. Außerdem schadet ein Blick in Richtung Konnkurrenz nicht, um sich Inspiration zu holen und sich abschauen, was andere Unternehmen in Sachen Employer Branding vielleicht besser machen als Sie.

3. Finden Sie geeignete Kanäle für Stellenausschreibungen

Sobald Ihre Zielgruppe feststeht, geht es ans Recruiting. Dabei sollten Sie als Startup ihre offenen Stellen sowohl auf größeren, bekannten Plattformen als auch auf passenden Nischenportalen ausschreiben. Stellenausschreibungen gehören zudem immer auf Ihre Unternehmenswebseite sowie auf Ihre Social Media Kanäle wie zum Beispiel Ihr Facebook-, Xing-, LinkedIn- oder Twitter-Profil. Inhaltlich gilt hier stets: Je detaillierter  Ihr Bewerbungsleitfaden ist und je mehr Infos Ihre potenziellen Kandidaten über Ihr Unternehmen erhalten, desto eher bewerben sie sich auch auf Ihre Vakanz.

4. Nutzen Sie Social Media zur Selbstdarstellung und Kommunikation

Egal ob Sie ein Software- oder eCommerce-Startup sind: Damit Sie sich als Marke etablieren können, müssen Sie die öffentliche Aufmerksamkeit auf Ihr Unternehmen ziehen – und worüber geht das heutzutage besser als über soziale Netzwerke? Dabei ist es egal, ob Sie einen Imagefilm posten oder einen Blog auf der Unternehmenswebsite, Einblicke ins Büro über Instagram oder Neuigkeiten im Facebook-Stream den Usern zur Verfügung stellen: Es kostet Sie nicht viel Zeit, sich originell, aber dennoch authentisch zu präsentieren. Eine spätere Platzierung auf einer Arbeitgeber-Bewertungsplattform wie Kununu bietet Ihren Bewerbern ebenfalls einen guten Einblick in Ihr Unternehmen.

Doch Achtung, denn hierbei ist Vorsicht geboten! Um Top-Qualifizierte nicht abzuschrecken, indem Sie sich ausschließlich als junges, hippes Unternehmen inklusive Kicker-Tisch, DJ-Kanzel und gemeinsamen Kochen präsentieren, müssen Sie als Startup auch unbedingt Ihre fachlichen Kompetenzen herausstellen – schließlich ersetzen am Ende des Tages Benefits keine Arbeitsinhalte.

5. Etablieren Sie internes Employer Branding

Den letzten Tipp, den wir Ihnen ans Herz legen, ist Empfehlungsmarketing von Innen nach Außen zu betreiben – denn noch wirksamer als das Schalten von Stellenausschreibungen ist das Word-of-Mouth Ihrer Mitarbeiter, da diese Ihr Unternehmen am besten kennen und deswegen nach wie vor die besten Markenbotschafter sind. Außerdem kann das Establishment Ihrer Unternehmensmarke nur dann zustandekommen, wenn sich Ihre Angestellten auf ihrem Arbeitsplatz auch wohlfühlen. Deswegen ist es wichtig, Ihren Mitarbeitern langfristig ein attraktives Arbeitsumfeld zu bieten, in dem sie sich ständig weiterentwickeln können.

 

Melina arbeitet seit 2018 als Seo-Texterin bei enno.digital.

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