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Der Logistikmarkt ist in Deutschland einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige. Er rangiert vor der Elektronikbranche und dem Maschinenbau und übertrifft letzteren mit einer Beschäftigungszahl von rund drei Millionen um das Dreifache. Rund 240 Milliarden Euro Umsatz wurden im Logistiksektor im Jahr 2015 branchenübergreifend erwirtschaftet.

Der Markt boomt also – nicht zuletzt auf Grund von Entwicklungen in Richtung Handel 4.0 und wachsenden Zweigen wie E-Food. Aber wie ist es eigentlich in den klassischen Branchensegmenten wie Spedition und Intralogistik um die Online-Affinität der Unternehmen bestellt? Wir haben hierzu eine Studie durchgeführt,  um zu erfahren wie zeitgemäß die Webauftritte in diesen Bereichen sind.

Befragt wurden dazu 220 mittelständische Unternehmen aus der Logistikbranche auf der CeMAT 2016 und telefonisch. Den Ergebnissen der Umfrage haben wir eine Website-Analyse gegenübergestellt – das Fazit: nahezu die Hälfte der Befragten schätzt den Ist-Zustand der eigenen Webpräsenz in puncto SEO, Design und Mobile-Fähigkeit falsch ein.

Inhalt der Studie

Web-Relaunches stehen hoch im Kurs

Viele Unternehmen sind bereits für die Wichtigkeit ihrer Präsenz im Netz sensibilisiert – diese Erkenntnis resultierte aus der Frage, wann die Firmenwebsite das letzte Mal erneuert wurde. So gaben in diesem Jahr 28 Prozent und im Vorjahr 20 Prozent der befragten Unternehmen ihren Internetseiten ein neues Look & Feel.

Zeitgemäßes Webseitendesign

Doch ist das Design der Websites auch zeitgemäß? Diese Frage bejahten 66 Prozent der gesamten Teilnehmer. Ob diese Einschätzung auch mit der Expertensicht übereinstimmt, hat ennovative beleuchtet und kam zu überraschenden Ergebnissen. Bei der Analyse und Bewertung durch ennovative zeigte sich, dass bei knapp 45 Prozent der Websites der Studienteilnehmer, die die Frage nach dem zeitgemäßen Design mit „Ja“ beantworteten, keine aktuellen Designmaßstäbe (wie z.B. moderne Optik, Usability, Neuromarketing etc.) angesetzt wurden.

SEO-Status wird fehleingeschätzt

Diese Tendenz zeigte sich auch im Bereich der SEO. So bewerteten 64 Prozent der Befragten ihre Websites als SEO-optimiert. Die ennovative-Analyse hält dagegen: ca. 50 Prozent dieser Unternehmen, die mit „ja“ antworteten, lagen mit ihrer Einschätzung richtig und 50 Prozent falsch (deren Websites sind nicht Onpage-optimiert). Im Umkehrschluss bzw. tatsächlichen Gesamtergebnis dieser Frage bedeutete das nach der Expertenanalyse: insgesamt 69 Prozent der gesamten Umfrageteilnehmer wenden keine professionelle SEO-Strategie an.

Website als Vertriebskanal oft nicht ausgeschöpft

Des Weiteren gaben 57 Prozent der gesamten Studienteilnehmer an, dass die Website sie bei der Akquise unterstützt. Dies zeigt sich auch darin, dass 56 Prozent aller befragten Unternehmen Anfragen über die Internetseite verzeichnen. Für die restlichen 44 Prozent fungiert die Website derzeit vorwiegend als Visitenkarte, denn sie werden gemäß eigenen Angaben nicht auf diesem Wege kontaktiert.

Die meisten Websites weisen kein Responsive Design auf

Mobile-Fähigkeit ist mittlerweile eine Standardanforderung der Suchmaschinen und ein wichtiger Rankingfaktor. Die ennovative-Umfrage ergab, dass bereits 52 Prozent aller Teilnehmer denken, ihre Website sei für mobile Endgeräte optimiert. Die restlichen 20 Prozent waren in diesem Bereich bisher nicht aktiv und weitere 28 Prozent der Teilnehmer vollziehen gerade eine Umstellung. Auch hier ergab sich nach der Websiteanalyse eine Abweichung: denn bei 30 Prozent derjenigen, die ihre Website als responsive einstuften, trifft dies de facto nicht zu. Somit sind insgesamt nur 22 Prozent der Websites der Umfrageteilnehmer tatsächlich responsive.

Typo 3 als CMS-Spitzenreiter

Welche Content Management Systeme sind eigentlich die beliebtesten in der Branche? 58 Prozent der an der ennovative-Studie teilnehmenden Unternehmen setzen auf Typo 3 und 20 Prozent nutzen Contenido. Lediglich ca. 8 Prozent arbeiten mit WordPress und jeweils etwa 4 Prozent mit Drupal, HTML oder Joomla.

 

Studie Logistik Branche von ennovative Digitalagentur aus Köln

Fazit

„Die Ergebnisse der Frage, ob das Unternehmen sein Webdesign als zeitgemäß empfindet, haben uns am meisten überrascht. Denn neben ansprechender Optik, die im Auge des Betrachters liegt, sollte die Website eine hohe Usability besitzen. Hohe Absprungraten, geringe time-on-site und wenige Seitenaufrufe pro Besucher sind ansonsten vorprogrammiert. Auch SEO und Mobile-Fähigkeit sind heute erfolgsentscheidend. Ergo: In der Logistikbranche besteht Nachholbedarf – gleichzeitig liegt hier großes Potenzial, durch eine professionelle Internetpräsenz an der Spitze im Web zu agieren“, erklärt unser Operativer Geschäftsleiter (COO) Marcel Woywodt.

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